Was ist eigentlich Yoga? - Alex Soul Yoga
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Was ist eigentlich Yoga?

15. Januar 2016

Yoga – und nun?

Für mich ist Yoga so viel mehr als bloße Körperertüchtigung – für mich ist es eine Lebenseinstellung. Und je mehr ich ins Yoga, seine Geschichte und Philosophie eintauche, desto begeisterter bin ich davon.

Daher möchte ich euch hier einen Einblick ins Yoga geben und das noch viel mehr als nur ein aktueller Trend dahinter steckt.

Was bedeutet Yoga? 

Das Wort Yoga leitet sich ab vom Sanskritwort yui, was anschirren/anjochen bedeutet. Bezogen auf unseren Geist bezeichnet das die Konzentration/Fokussierung der Gedanken auf einen Punkt.

D.h. Yoga hilft dir dabei das Gedankenkarussell im Kopf zu bremsen. Dies geschieht durch moralische, physische und geistige Tätigkeiten.

Ursprung

Die meisten Yogarichtungen stammen ursprünglich aus Indien. Die vorherrschende Glaubensrichtung dort ist der Hinduismus.

Die Veden

Die ältesten hinduistischen Schriften sind die Veden (Veda = Wissen), welche in Sanskrit verfasst wurden. Sie wurden als Hymnen meist in Gottesdiensten vorgetragen.

Die Veden, sowie die dazugehörigen Upanishaden, sind trotz der Entstehung vor Jahrhunderten auch auf unser heutiges Leben übertragbar.

Die Upanishaden

Upanishad bedeutet ,sich zu den Füßen niedersetzen‘ und wurde von Lehrer zu Schüler weitergegeben. In den Upanishaden wird die Idee des alles umfassenden Göttlichen (Brahman) propagiert. Weiterhin beschäftigen sich die Upanishaden mit Karma.

Karma

Karma ist das Prinzip von Ursache und Wirkung. Was du denkst, wird dir widerfahren. Somit erschaffst du nicht nur mit deinen Taten, sondern schon mit deinen Gedanken Karma. Durch dein Karma bist du an diese Welt gebunden, d.h. du wirst nach deinem Tod wiedergeboren. Das von dir angesammelte Karma entscheidet somit über den Kreislauf deiner Wiedergeburten (Samsara).

Ob du bei viel angesammeltem schlechten Karma aber als Ameise oder Goldfisch wiedergeboren wirst, sei mal so dahingestellt 🙂

Sutra

Neben den Upanishaden gibt es weitere Texte, die sehr wichtig für die indische Philosophie sind – die Sutren. Ein Sutra ist ein Leitfaden aus sehr kurzen, stichpunktartigen Sätzen.

Die meisten Yogis werden früher oder später einmal vom Yogasutra des Patanjali hören. Es umfasst 4 Bücher.

Patanjali beschreibt Yoga als Technik sowohl als Ziel. Sprich: Der Weg ist gleichzeitig auch das Ziel.

Um das Ziel zu erreichen beschreitet bzw. lebt man den achtgliedrigen Pfad. Gemeint sind damit die einzelnen Stufen, die gegangen werden müssen, um Erleuchtung zu finden.

Der achtgliedrige Pfad des Yoga

  1. Yama: Rechtes Verhalten gegenüber der Umwelt durch: Gewaltlosigkeit, Wahrhaftigkeit, Nicht stehlen, Enthaltsamkeit bzw. Mäßigung, Bescheidenheit
  2. Niyama: Rechtes Verhalten sich selbst gegenüber durch: Reinheit im Sinne von Körperpflege, Zufriedenheit durch Akzeptanz dessen was geschieht, Askese, Studium der Veden bzw. Selbststudium, Vertrauen in Gott
  3. Asana: Stabile und angenehme Haltung
  4. Pranayama: Kontrolle des Atems und der Lebensenergie
  5. Pratyahara: Zurückhaltung der Sinne, d.h. Gedanken sind noch vorhanden, aber man hält nicht mehr an ihnen fest
  6. Dharana: Konzentration. Der Geist konzentriert sich auf einen Fokus
  7. Dhyana: Loslassen. Die Konzentration wird mühelos aufrechterhalten, man verweilt ohne Anstrengung in der Konzentration
  8. Samadhi: Vereinigung. Erkenntnis der wahren Natur. Auflösung der Samskara (Erinnerungen, die im Unterbewusstsein gespeichert werden)
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