Alex und die Wissenschaft vom Leben aka Ayurveda
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Alex und die Wissenschaft vom Leben

3. Oktober 2017

Wissenswertes

 

Wörtlich übersetzt bedeutet Ayurveda Lebensweisheit oder Lebenswissenschaft. Der Begriff stammt aus dem Sanskrit und setzt sich aus den Wörtern Ayus (Leben) und Veda (Wissen) zusammen
(Quelle: Wikipedia). 

Ayurveda ist das ungefähr dreieinhalbtausend Jahre alte „Wissen vom langen und gesunden Leben“ der Indischen Hochkultur und ist eine ganzheitliche Gesundheitslehre. Wie Yoga, kannst Du es als Lebensphilosophie ansehen, die jeden Menschen als Individuum betrachtet und undogmatisch nach Harmonie von Körper und Seele strebt.

Ziele des Ayurveda

 

So sind die Ziele des Ayurveda das Erreichen eines hohen Lebensalters mit gleichzeitiger Erhaltung der natürlichen Gesundheit für die gesamte Lebensspanne. Motto: „Give years to life“ (dem Leben Jahre geben) „and to give life to years“ (und den Jahren Leben geben). Zu diesem Zweck verwendet der Ayurveda Verfahren der Reinigung des Systems und Erneuerung der Gewebe, die über Jahrtausende erprobt wurden.

In unserer schnelllebigen, Energie raubenden Zeit erfährt Ayurveda gerade in modernen Gesellschaften einen enormen Zuspruch, weil seine Grundsätze ein Gegengewicht zu Stress, Erschöpfung und innerlicher Leere bieten.

Priorität hat die Erhaltung natürlicher Gesundheit. Dafür sollte jeder Mensch ungesunde Lebensgewohnheiten vermeiden und ein Gleichgewicht der Lebensenergien bewahren. Ayurveda beinhaltet eine umfassende Ernährungslehre, Tipps für eine gesunde Lebensführung und ein großes Spektrum an Nahrungsergänzungsmitteln und speziellen Kur- und Behandlungsmethoden. Die Königsdisziplin ist die reinigende „Panchakarma“-Kur.

Ayurveda und die Wahl der Speisen

 

Im Ayurveda ist die Wahl der Speisen eine Typfrage. Die fünf Elemente Erde, Wasser, Luft, Feuer und Äther spiegeln sich im Organismus wider – und zwar in Form von drei energetischen Regelsystemen, Doshas genannt: Vata, Pitta und Kapha. Eine auf den jeweiligen Typ, mit dem jeder Mensch geboren wird, abgestimmte Ernährung ist zentral in der traditionellen Lehre.

In der Tausende Jahre alten – und dennoch zeitgemäßen – ayurvedischen Ernährungskunde gilt: Essen ist wichtig für Körper und Geist – und jeder Mensch benötigt andere „Rohstoffe“ für ein inneres Gleichgewicht.

In der ganzheitlichen Gesundheitslehre des Ayurveda spielt eine ausgewogene typgerechte Ernährung eine wichtige und entscheidende Rolle. Nur wer sich ausgewogen und gesund ernährt, kann sich rundum wohlfühlen.

Gewürze gelten in Indien als eine Art göttliche Nahrung. Auch in der ayurvedischen Küche spielen Gewürze eine sehr große Rolle. Denn sie verfügen nach der ayurvedischen Lehre über große Kräfte, die gesund machen und Heilung bringen können. Und so kann die traditionelle Gesundheitslehre Indiens als hochentwickelte und umfassende Pflanzenheilkunde bezeichnet werden.

Quelle: Amla Natur GmbH 

Ayurveda auf der Yogafinca

 

Eigentlich wollte ich auf der Yogafinca nur ein paar Tage ausspannen. Ich wusste zwar, dass dort eine kleine Gruppe von Frauen war, die dort eine Art Ayurvedacamp machten, aber es war nicht geplant, dass ich daran teilnehme. Dachte ich. Dort angekommen wurde ich dann aber als Teilnehmerin integriert (ansonsten hätte ich die Villa verlassen müssen), was zwar mein Budget sprengte, mir im Nachhinein aber wirklich gutgetan hat. 

Im Preis inbegriffen waren ein tägliches ayurvedisches Frühstück, 2 Stunden Yoga am Morgen und ein ayurvedisches Mittagessen. Weiterhin bekam jede Teilnehmerin 2 Massagen (Fuß- und Ganzkörpermassage). 

Im Mai war ich schon sehr überrascht, wie sehr mir das ayurvedische Essen von unseren beiden Köchen geschmeckt hat. Dieses Mal musste ich allerdings mit anpacken und bei der Zubereitung helfen, was mir nochmal ganz andere Einblicke brachte. Auch dieses Mal schmeckte mir das Essen sehr gut, sogar rote Beete habe ich nach Jahrzehnten nochmal gegessen. Es hat besser geschmeckt, als erwartet, allerdings werde ich kein Freund davon werden. 

In der ayurvedischen Küche sind viele Gewürze, die ich aus der heimischen nicht kenne bzw. nicht nutze. So z.B. Bockshornkleesamen und Asafoetida.

Ich fühle mich oft träge, schlapp und lustlos. Bin müde und kann mich schwer zu etwas aufraffen. Daher soll ich Nahrungsmittel zu mir nehmen, die mein Pitta erhöhen und mir damit mehr Energie geben.

Pittaerhöhende Lebensmittel sind z.B. Ingwer, Chili, Pfeffer, Langpfeffer, Asafoetida usw.  

Weiterhin empfahl mir die Ayurvedatherapeutin eine 14-tägige Ama-Detox-Kur.

AMA Detox Kur

 

Die Ama Detox Kur dient dazu den Körper von Schlacken zu reinigen, die sich aufgrund von Umwelteinflüssen, Medikamenten, Nahrungsmitteln u.a. dort angesammelt haben.

Am 23. September habe ich mit der Kur begonnen und normalerweise geht sie bis zum 07. Oktober 2017. Da ich allerdings einmal gesündigt habe (habe mir ein Eis gekauft, was unbewusst geschah, und erst als ich mich in einem Schaufenster sah, wurde mir bewusst, was ich da gerade aß), werde ich einen Tag dranhängen. Also ist für mich erst am Sonntag, 08. Oktober Schluss. 

Während der Kur (und auch danach) ist es wichtig, dass Du darauf achtest, genügend Wasser zu trinken. Ich trinke ca. 2,5 Liter pro Tag. 

Nach den zwei Wochen soll ich 1-2 Tage pro Woche die Ernährung, wie in der Kur, zu mir nehmen. 

Zutaten:

  • Ayurvedische Gewürze und Gewürzmischungen
  • Basmatireis
  • Ingwer 
  • Limetten oder Zitronen 
  • Gelbe Linsen oder Mungbohnen
  • Ghee
  • Zimt und Vanilleschoten
  • Obst fürs Frühstück (z.B. Birnen, Äpfel, Mango etc.)
  • Gemüse fürs Mittagessen (Zucchini, Möhren, Paprika etc. – KEIN Kohl!)

Weglassen: 

Alles andere 🙂 Du möchtest Deinen Körper ja reinigen. 

Morgenroutine während der 14-tägigen Ama Detox Kur:

 

Beste Zeit: 7-8 Uhr morgens

Jeden Morgen direkt nach dem Aufstehen (stell Dir eine Thermoskanne neben das Bett) trinkst Du 2 große Gläser warmes Wasser. Da ich pures, warmes Wasser nicht so prickelnd finde, mache ich mir Ingwer und den Saft einer Limette mit rein. Dies trinkst Du auf nüchternen Magen. 

Dann stehe ich auf, gehe in die Küche und benutze zum Ölziehen 2 Esslöffel Sesamöl. Du lässt das Öl mindestens 3 Minuten durch den Mund wandern, ziehst es durch die Zähne und spuckst es dann aus (nicht schlucken!). Während ich dies tue, gehe ich entweder duschen oder bereite mein Frühstück vor. 

Dazu gebe ich Ghee (geklärte Butter) in eine Pfanne. Füge Zimt, Kurkuma und Vanille (frisch aus der Schote gekratzt) hinzu. Weiterhin 2-3 EL Basmatireis und 1 EL gelbe Linsen. Dann schütte so viel Wasser hinzu, dass alle Zutaten bedeckt sind und lasse alles köcheln. 

Da im Ayurveda alles frisch zubereitet wird (keine Reste aufwärmen, Mikrowelle absolutes Tabu!) war es für mich schon eine Umstellung, mir immer frisch zu kochen. Vor allem mittags auf der Arbeit ist dies eine Herausforderung. Eine der Teilnehmerinnen hat mir geraten, Warmhaltebehälter zu benutzen, die mein morgens vorbereitetes Essen bis mittags warmhalten. Leider habe ich noch keine passenden gefunden, die wirklich alles für die 4 Stunden warmhalten. Daher koche ich jeden Tag frisch. 

Mittag- und Abendessen

 

Beste Zeit: 12.00 – 13.00 Uhr: Mittags mache ich dann ebenfalls wieder Reis und Linsen (alternativ: Mungbohnen), kann nun aber auch Gemüse dazu essen (Ausnahme: Kohl).

Zuerst gebe ich wieder Ghee in eine Pfanne und füge getrocknete Chili und Asafoetida dazu. Dann füge ich 0,5l Wasser dazu und lasse einen Gemüsebrühwürfel von Alnatura darin aufkochen. Je nachdem, was Du isst und nach Deinem Geschmack, kannst Du nun auch Ingwer, langen Pfeffer o.a. Gewürze zufügen. Dann wieder 2 EL Reis und 1EL Linsen. Dazu das Gemüse Deiner Wahl. Am besten fand ich die Reispfanne mit Paprika, Zucchini und Tomaten. 

Beste Zeit 17:oo – 18:00 Uhr: Abends esse ich dann ein Reissüppchen, wozu ich auch wieder die Gemüsebrühe von Alnatura nutze. Manchmal füge ich noch Tomaten dazu. Meist esse ich sie aber ohne. 

Zwischen den einzelnen Mahlzeiten sollen 4 Stunden sein, in denen Du nichts ißt. Auch keine kleinen Zwischenmahlzeiten, wie Paprikaschnitze, Apfelstücke etc. Ziel ist es, dass der Verdauungstrakt in Ruhe arbeiten kann, ohne dass immer wieder neue Nahrung zugeführt wird. 

Fazit

Ich bin kein großer Reisesser und mir kommt der Reis langsam zu den Ohren raus. Nach nun gut 1,5 Wochen bemerke ich auch, dass ich anfange Hunger auf Schokolade, Cola oder einfach mal ein Schnitzel zu entwickeln. 

Fleisch und dunkle Schokolade ist in der typischen ayurvedischen Küche auch vorhanden. Sogar Wein ist ab und an erlaubt. Allerdings ist immer auf die Qualität zu achten. So sind Bioprodukte lieber gesehen, als herkömmliche, wobei das schon ziemlich ins Geld geht. Mich mit den Alnatura Produkten für meine Ama Detox Kur auszustatten, war schon kostspielig. Allerdings habe ich kein Biogemüse und Obst gekauft. 

In dem Buch Ayurveda heilt (siehe Buchempfehlung) steht noch viel, viel mehr Wissenswertes über die Ernährung in der ayurvedischen Küche. Das Buch wurde u.a. von Kerstin Rosenberg geschrieben, die das bekannteste ayurvedische Institut in Deutschland leitet. Dort kannst Du Ayurveda Ausbildungen und auch Kuren machen. Hier der Link.

Ich fühle mich leichter. Psychisch gesehen. Ich hatte zwar ein Absacken zwischendurch, dessen Übellaunigkeit aber auf meine Periode zurückzuführen ist, aber seit dem Yoga gestern Abend geht es mir wieder gut. Natürlich habe ich auch abgenommen (Stand heute: 2,5kg), aber das war nicht der Grund, warum ich angefangen habe. Es ist zwar ein schöner Nebeneffekt, aber mir ist wichtig, dass ich meinem Körper etwas Gutes tue und ihn somit für all den Mist, durch den ich ihn in den letzten Jahren geschickt habe, entschädige. 

Wenn Du Fragen zur Detox Kur hast oder Du auch schon Erfahrungen gemacht hast, dann schreib mir gerne hier in die Kommentare oder schick mir eine Mail an Alexandra@alex-soul-yoga.de

Keep on shining

Deine Alex

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